Perfekte Momente der Liebe
Unsere Blicke treffen sich, sie sprechen eine gemeinsame Sprache. Zufällig berühren sich unsere Hände im Gehen. Der Kies entwickelt unter unseren Füßen dieses wunderbare Geräusch, als würde man eine herrschaftliche Auffahrt hinaufschreiten. Der Wind hier an der Küste raschelt sich lebendig durch die Bäume wie ein mächtiger Taftrock und begleitet eine Weile unsere Schritte. Wir sprechen nicht und sehen nur auf das Wasser. Die Wolken verheißen Regen, schwer und dunkel liegen sie über dem Horizont. Die Sonne sucht eifrig einen Weg, sie aus unserem Blick zu treiben. Prachtvolles Spiel der Farben. Unsere Schultern berühren uns, unwillkürlich läuft mir dabei ein wohliger Schauer über den Rücken. Ich sehe dich nicht an und weiß dich doch immer neben mir. Vor dem Weitergehen umschließe ich mit meinen Handflächen sanft deine Wangen. Der Wind hat seine Kälte dort hinterlassen, ich wärme dich. Du lächelst mich an und mein Herz macht dabei einen kleinen Sprung vor Glück. Unsere Lippen berühren sich und in diesem Moment verliert so vieles an Bedeutung, die Umgebung senkt sich leise und diskret hinab, wie eine Bühnendekoration im Theater. Die Blätter verstummen, das Wasser verebbt, der Wind hält den Atem an, perfekte Stille umschließt uns. Ein großartiger Moment, der sich wie ein Zieleinlauf anfühlt. Lächeln erobert mein Gesicht. Verweile doch…. Der Wecker reißt mich aus dem Schlaf, orientierungslos suche ich nach ihr. Die Realität hat mich wieder.
Und ich hatte nicht einmal Zeit, nach ihrem Namen zu fragen.

Was sind schon Namen, wenn der Moment zählt