Lebenswellen
Es sind diese Wellen, die mein Leben oft etwas beschwerlich machen. Kaum findet sich ein Loch gedichtet, bröckelt sich ungezogen an anderer Stelle eine Fehlstelle wieder hervor. Empfindungen fahren nicht auf geraden Straßen, sondern biegen gerne einmal ab und verlieren auch manchmal schon gewonnene Wegstrecke. Ich denke, man sollte das akzeptieren. Ich denke, man muß es akzeptieren. Aus dem Spiel von Vor und Zurück ergibt sich mein Leben. Dennoch fühlt es sich im Augenblick nach Veränderungen an. Wie ein Konto vor der Erreichung des Sparziels, eine Hausarbeit, die nur noch nach dem Index fragt, ein gepacktes Auto in der Morgendämmerung oder wie ein tiefer Atemzug auf dem Sprungturm. Doch manchmal frage ich mich, ob es noch sinnvoll ist, derartige Dinge im Blog zu erörtern. Trotz schützender Anonymität nehmen die Besuche zu und ich ertappe den einen oder anderen meiner Freunde bei der Suche nach mir, obwohl ich mich in dem Punkt äußerst bedeckt halte. Doch so hätte ich auch nie die schönen Kommentare bekommen und tatsächlich auch nicht den einen oder anderen Menschen kennenlernen können. Auch ist der Klick auf diese Seite letztendlich ja auch ein (hoffentlich..) interessiertes Partizipieren an dem, was ich hier schreibe, was ich hier denke. Außerdem merke ich, daß zur Ordnung meiner Gedanken dieser Blog noch immer sehr segensreich ist. Könnten Gedanken hinreichend elektrische Energie erzeugen, wir bräuchten hier in Hamburg nur durch mein Gedankenwirrwarr ein Kraftwerk weniger.

Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn du hier weiterhin deine Gedanken “zu Papier” bringst, weil ich sie immer gerne lese. Manchmal sind mir deine Empfindungen vertraut, manchmal aber auch etwas fern - doch genau diese Mischung macht das Lesen so interessant! Also: Nicht aufhören, bitte
Ich kann diese Überlegungen ja gut verstehen.

Das Schöne ist ja aber, wenn man Gedanken liest, die einem nicht unbekannt sind.
Diese Wellen kenne ich auch sehr gut, bin ihnen immer wieder ausgesetzt. Die Vorstellung, dass man mit all den Gedanken soviel Energie erzeugt, dass wir hier ein Kraftwerk sparen könnten, gefällt mir, da würde ich meine auch dazu geben.
zweifel im regen gehören genauso zum leben dazu wie die hoffnung auf die sonne am ende des horizonts - genau das schenkst du uns mit deinen texten. ich kann mich meinen vorreiterinnen da oben nur anschließen. weißt du, es gibt einige menschen, die schreiben, aber nur wenige, die uns an den richtigen stellen berühren. darum setze ich hier meine fahne hin. : )